Sonntag, 22. Juli 2007

Eilat & Timna Park

Letztes Wochenende ist endlich eingetroffen, was ich schon sehnlichst erwartet habe - den Besuch der südlichsten Stadt Israels, Eilat. Vor der Reise war mir von Eilat nur wenig bekannt - Touristenstadt, heiss, Korallen, das einige Wörter mit welchen mir die Stadt beschrieben wurde. Los ging es am Donnerstagabend nach der Arbeit. Um zirka halb 5 am Abend fuhren wir los. Der Weg nach Eilat führt durch die Wüste Negev. Auf die Fahrt war ich sehr gespannt, hatte ich doch noch nie eine Wüste live gesehen und gefühlt. Als erstes wurde meine Annahme die Wüste sei flach, eines Besseren belehrt. Praktisch den ganzen Weg fuhren wir durch Berg und Tal. Ein ganz besonderer Ort in der Wüste ist "Mizpe Ramon". Das kleine Wüstendörfchen liegt am Rande eines riesigen Kraters. Nach einem Zwischenstopp an diesem Ort, führte uns der Weg weiter ins Jordan Tal. Dieses Tal ist geprägt von zahlreichen Dattelplantagen. Diese Früchte gedeihen hier besonders gut und zahlreich. Nach einigen Kilometern Fahrt in diesem Tal konnte man schon bald Eilat erkennen. Direkt neben Eilat liegt Aqaba. Dies ist bereits eine jordanische Stadt. In Eilat angekommen wurden wir bei der Mutter meines Host-Fathers einquartiert. Nach einem israelischen Nachtessen und dem Besuch der ganzen Familie in Eilat, vielen wir hundemüde ins Bett.

Am nächsten Morgen stand ein Besuch im nahe gelegenen "Timna Park" auf dem Programm. Der Park liegt in den Bergen und bietet atemberaubende Felsen und interessante archäologische Funde. Um zu den Sehenswürdigkeiten zu gelangen kann man das eigene Auto benutzen und damit im Park herum "cruisen". Ich verzichte darauf das gesehene zu beschreiben, stattdessen lasse ich an dieser Stelle die Bilder sprechen. [Bilder Timna Park]

Nach dem wir den Park wieder verlassen hatten, fuhren wir ans Meer. Hier fanden wir was unbedingt nötig war - Abkühlung. Das Autothermometer zeigte auf dem Heimweg vom Park, konstante 42° Grad Celsius an (am Tag darauf waren es sogar 45°). Da jedoch die Luftfeuchtigkeit sehr sehr tief ist, schwitzt man trotz der grossen Hitze praktisch nicht. Frisch gebadet begaben wir uns wieder in unser Haus in Eilat um uns für den "Big Dinner" am Abend frisch zu machen. Dazu erschien natürlich wieder die ganze Familie. Den Bauch vollgeschlagen, ging ich anschliessend zusammen mit dem Sohn und den Töchtern der Familie in den Ausgang. Zuerst besuchten wir ein Kino, um uns den neusten Potter anzuschauen. Fazit Film: Nicht übel. Fazit Kinobesuch: Crazy! Man fühlt sich eher wie Zuhause in der Stube als im Kino. Zwischenrufe, Geklatsche, Gebuhe, Telefone, all dies ist völlig normal in Israel. Nachdem der Film aus war, gingen wir down town um Eilat's Nightlife genauer unter die Lupe zu nehmen. Die Leute wissen auch hier wie man feiert! Eilat ist ein kleines Ayia Napa oder Lloret de Mar. Auf jeden Fall amüsierten wir uns bestens bis in die frühen Morgenstunden hinein. Am nächsten Morgen, nach einer viel zu kurzen Nacht, wurde ich bereits wieder von lautem Türklopfen geweckt. Man wollte schon wieder an den Strand. Naja ausgemacht hat es mir diesmal nicht viel, wusste ich doch, dass wir heute an den "Coral Beach" gehen würden. Nach dem Frühstück und einer kurzen Fahrt, erreichten wir den Strand, welcher übrigens nur zirka 200m von der ägyptischen Grenze entfernt liegt. Es ist hier verboten direkt am Strand ins Meer zu steigen, da das ganze Ufer voll von Korallen ist. So führte uns ein Weg über eine Brücke ins Meer. Ausgerüstet mit Schwimmbrillen (leider war kein Schnorchel vorhanden) begaben wir uns ins Wasser. Was man dort sieht ist einfach amazing. Korallen, bunte Fische, Seeigel, Rochen, usw... Man kann zwischen Korallen hindurch schwimmen oder auch einfach nur die Tiere beobachten. Witzig ist, dass die Tiere überhaupt keine Scheu vor Tauchern haben. Im Gegenteil sie schwimmen sogar an einem heran. Nachdem wir ausgiebig gebadet und geschnorchelt hatten, gingen wir wieder zurück. Ein letztes Mal waren wir zu einem Essen eingeladen - wie üblich nahm die ganze Familie daran teil. Leider mussten wir nach dem Essen dann auch schon wieder zurück in den Kibbutz fahren. Schade, wäre ich doch gerne noch ein Weilchen hier geblieben. Es ist aber nicht das letzte mal, dass ich Eilat besucht habe. Bereits in 3 Wochen bin ich wieder dort anzutreffen, diesmal jedoch zu zweit... [Bilder Eilat]

Mittwoch, 18. Juli 2007

Kibbutzleben

Nun, da ich schon einige Wochen im Kibbutz lebe, ist es an der Zeit mehr über das Leben hier zu erzählen. In einem Kibbutz zu leben meiner Meinung nach ein sehr angenehmes und relaxtes Leben, da alles was man zum Leben braucht hier vor handen ist und man sich um nichts kümmern muss. So muss zum Beispiel nicht gekocht werden, da dies die zentrale Küche erledigt. Es müssen keine Kleider gewaschen werden, da dies die Wäscherei erledigt. Man muss sich nicht um die Kinder kümmern, das dies die zahlreichen Kindergärten übernehmen usw. Was bleibt dann noch??? Richtig, der Job und eine Menge Freizeit. Aber auch das Jobben ist hier, verglichen mit der Schweiz, "extreeeem leschere". So ist es zum Beispiel kein Problem während der Arbeit kurz nach Hause zu gehen, um dort etwas zu erledigen. Ist die Arbeit erledigt, wird die Freizeit in Angriff genommen. Aber was will man in einem Kibbutz gross unternehmen? Auch hierzu haben sich die Einwohner etwas einfallen lassen und zahlreiche Beschäftigungsmöglichkeiten gebaut. So ist es zum Beispiel eine wohltat sich nach der Arbeit in Schwimmbad zu legen und den Abend zu geniessen. Wer es sporlicher mag, kann in der Basketballhalle (inklusive Kraftraum) Baketball spielen, sich zu einem Fussballspiel treffen, in den Hügeln rund um den Kibbutz Biken gehen (inklusive eigener Racetrack) oder auch Jogging ist hier sehr beliebt. Dies sind nur einige Möglichkeiten, welche einem hier zur Verfügung stehen. Überdies hinaus lieben es die Leute hier einfach nur zusammen zu sitzen und zu quatschen. Wie ihr seht gibt es also immer etwas zu tun. Bis heute ist es mir auf jeden Fall noch nie langweilig geworden. Damit ihr euch ein Bild zu meinem Bericht machen könnt, bin ich heute zusammen mit meinem Geschäftsfahrzeug als Paparazzi im Kibbutz unterwegs gewesen.... [Bilder]

Bar Mitzwah

Nein dieses Wort hat nichts mit einer Bar zu tun, sondern ist die Bezeichnung für ein jüdisches Fest. Der ursprüngliche Sinn, welcher hinter diesem Fest steht ist, dass Knaben im Alter von 13 und Mädchen im Alter von 12 Jahren, beginnen religiöse Pflichten auf sich zu nehmen. Es ist mit unserer Konfirmation vergleichbar. Religiöse Eltern bringen ihre Kinder nach Jerusalem zur Klagemauer, wo sie das erste Mal aus den Schriftrollen lesen dürfen. Da aber der Kibbutz überhaupt nicht religiös ist, wird hier einfach nur gefeiert. Dieses Jahr überschritten 20 Kinder diese Grenze. Statt jedes Kind einzeln zu feiern, legt man im Kibbutz die Feier auf das gleiche Datum. Jede Familie, welche ein Bar Mitzwah Kind hat, bekommt vom Kibbutz Geld um ein Fest zu organisieren. Letzte Woche war es dann wieder einmal soweit. Im Kibbutz stiegen 20 Partys. Ich habe mir sagen lassen, dass an einer Party durchschnittlich 150 Personen teilnehmen. Das gäbe dann also 3000 feiernde Personen. Zum Vergleich: Im Kibbutz leben rund 950 Personen. Nicht schlecht oder? Auch ich war zu einer solchen Party als Gast eingeladen. Zusammen mit meinem Host-Father begab ich mich gegen Abend zum Ort des Geschehens. Wie in Israel üblich wird zuerst einmal richtig gegessen und getrunken. Mit vollem Magen lässt sich einfach besser feiern. So erwartete uns ein prachtvolles Buffet mit zahlreichen Leckerbissen. Von allem ein Wenig eingesammelt, war ich für die nächste Stunde mit essen beschäftigt. Das Essen war vorzüglich. Interessant fand ich, dass während wir am essen waren der Gastgeber immer wieder mit einer Flasche Jägermeister erschien und uns das Glas nachfüllte. Naja ich hatte natürlich nichts dagegen und gönnte mir ein paar „Jäger“ wie sie ihn hier nennen. Um nicht vom Stuhl zu kippen begab ich mich anschliessend zum Dessertbuffet und langte so richtig zu. Wer kann bei diesen Köstlichkeiten schon widerstehenJ Zirka um neun Uhr begab sich dann die ganze Gesellschaft ins ausserhalb des Kibbutz gelegene Amphitheater. Dort sollte eine Show der Kinder stattfinden. Mit einer halben Stunde Verspätung ging es dann auch tatsächlich los. Die Kinder führten ein Theater auf. Leider verstand ich die Pointen jeweils nicht aber es war trotzdem amüsant. Zum Ende des Stücks wurden dann im ganzen Amphitheater Feuer entfacht und die mutigsten der Kinder, zeigten den Zuschauern ein Seilakt. Mit dem Sprung durch den Feuerbogen, wurde dann der Beginn religiöser Pflichten und somit das Erwachsen werden auch noch symbolisch vollzogen. Nachdem war das Fest zu Ende und ich ging mit vielen neuen Eindrücken nach Hause um mich aufs Ohr zu hauen. [Bilder Bar Mitzwah]

Dienstag, 10. Juli 2007

Die Hochzeit meiner Schwester

Letztes Wochenende habe ich einen Abstecher in die gute alte Schweiz gemacht, um der Vermählung meiner Schwester beizuwohnen. Nach der Landung in Zürich Kloten, hatte ich erst einmal einen Wetter Schock. War doch die Temperatur nur noch knapp halb so hoch wie noch ein paar Stunden zuvor. Auch meine Bekleidung (Kurze Hosen und Flip Flops) war alles andere als angemessen, wie ich frierend feststellen musste. Nach einer kurzen Aklimatisierungszeit ging es am Samstagmorgen los mit der Hochzeit. Alle geladenen Gäste trafen sich bei uns Zuhause um den Start in den Tag mit einem Apero zu beginnen. Um 11 Uhr ging es dann in zur Kirche in Niederbipp, wo die Hochzeit stattfand. Nachdem die Kirche zu Ende war wurde das Brautpaar draussen von Spitalkolleginnen Lea's und Handwerkerkollegen Simu's empfangen. Als erstes mussten sich die beiden ihren Weg, welcher von einem Baumstamm versperrt war, freisägen. Als der Baumstamm gefallen und der Weg somit frei war, tauchte plötzlich das Pferd von meiner Schwester auf. Nach ein paar Schritten mit Lucky dem Pferd, verschob die ganze Gesellschaft auf die Blüemlismatt in Egerkingen, wo zu einem weiteren Apero gebeten wurde. Bei Speis und Trank musste das Brautpaar laufend Aufgaben bewältigen oder Überraschungen entgegennehmen. So musste meine Schwester ihrem Mann drei Ampullen Blut abnehmen. Ihre Spitalkolleginnen diagnostizierten danach die Krankheit "Liebeskummer". Weiter musste das Brautpaar einen hölzernen Tisch zusammensetzten, welcher von Simu's Zimmermannkollegen vorbereitet wurde. Nach guter alter Zimmermannstradition erhielten die beiden auch noch ein "Söili". Dieses fand es jedoch nicht sehr amüsant und liess seinem Quietschen freien lauf. Das Highlight der Darbietungen waren sicherlich die Fallschirmspringer aus der Truppe des Bräutigams. Sie landeten auf der kleinen Wiese unterhalb des Restaurantes und boten den Zuschauern ein Spektakel. Nachdem auch noch sämtliche Gäste fotografiert waren, ging es für die geladenen Gäste zwei Berge nach vorne auf den Roggen. Dort liess man Wunschballone steigen. Später wurde den Gästen ein köstliches Abendessen serviert. Dazwischen heiterten zahlreiche Spiele und Darbietungen die Stimmung auf. Gegen Mitternacht wurden sämtliche Gäste nach Draussen gebeten, wo sich das Brautpaar in einem Herz aus Kerzen bedankte und verabschiedete... Ein gelungener Hochzeitstag, bei welchem glücklicherweise auch das Wetter optimal mitspielte, nahm so sein Ende. Für mich war damit auch meine Mission in der Schweiz erfüllt und ich flog zurück aus der regnerischen Schweiz ins hochsommerliche Israel. [Bilder Hochzeit]

Freitag, 29. Juni 2007

Betriebsausflug

Einmal mehr stellte sich heraus, dass ich genau die richtige Zeit gewählt habe um hier zu arbeiten. Pro Jahr kann jede Abteilung einen Betriebsausflug organisieren und durchführen. Wie bereits letztes Wochenende bei der Geburtstagsfeier konnte ich auch an diesem Anlass teilnehmen. Das Programm versprach wahrlich einen genialen Tag. Mit der Vorfreude auf das was kommen wird, trafen wir uns am Dienstagmorgen um 7 Uhr zu Kaffe und Gipfeli. Mit diesem ersten Happen im Bauch ging es auf eine rund zweistündige Busfahrt nach Norden. Wo wir genau durchfuhren kann ich nicht mehr rekonstruieren. Der Zielort war in der Nähe von Hadera (nördlich von Tel Aviv). An einer wunderschönen Klippe wurde uns ein typisch israelisches Frühstück serviert. Dieses beinhaltet, viel Gemüse (Gurken, Tomaten, Salate, Nüsse, etc.), Eier, Brot und Käse. An einer gemütlichen Tafel verschlagen wir die aufgetischten Leckerbissen und genossen dazu die atemberaubende Sicht auf das Meer und die Klippen. Nach diesem ausgiebigen Frühstück stand ein Schokoladen-Workshop auf dem Programm. Da niemand genau wusste, was damit gemeint ist, wurde dieser Teil besonders gespannt erwartet. Dort angekommen zeigte sich, dass es sich darum handelt eigene Pralinekompositionen mit verschiedenen Materialien herzustellen. Zuerst wurde uns erklärt wie und aus was Schokolade überhaupt hergestellt wird. Für mich als Vertreter der Schokoladenpioniere aus der Schweiz natürlich nichts Neues. Nach dem der Vortrag, von dem ich übrigens nur etwa 10 Wörter verstanden habe, beendet war, durften wir selbst Hand anlegen. Jeder erhielt einen Platz, welcher mit eigenen Kreationen zugepflastert werden konnte. Dabei entstand manche, exotische Kreation. Einige haben wohl auch mehr Schokolade gegessen, als sie in Pralinen verbaut haben. Nachdem alle ihr Resultat aus Schokolade fein säuberlich verpackt hatten, hiess es wieder „Einsteigen Bitte“. Der Bus führte uns zum nächsten Ziel, einer Winzerei. Dort angekommen begaben wir uns auf einen Rundgang durch die Produktion und in den Weinkeller. Speziell im Weinkeller war, dass man kein Fass anfassen durfte, da sonst die Kosherheit des Weines verloren geht. Öffnen darf ein solches Fass nur ein jüdischer Rabbi. Klingt komisch, ist aber so. Obelix würde sagen „Die spinnen die Juden“. Nach dem Rundgang wurden uns drei verschiedene Weine zur Degustation angeboten. Ich empfand die Weine als sehr süffigJ Einige Teilnehmer haben diese Weine relativ ausgiebig getestet. Das Resultat wurde später im Car sicht- und hörbar. Es ist schon erstaunlich, wie ein paar Gläser Wein den Geräuschpegel im Car um ein vielfaches steigern kann. Auf der Fahrt zur nächsten Attraktion ging es sehr amüsant zu und her. Der nächste Stopp wurde bei antiken römischen Bewässerungskanälen eingelegt. Zur Bewässerung haben die Römer ein über 24 Kilometer langes Kanalnetz angelegt, welches sowohl unter- als auch überirdisch verläuft. Wir besichtigten einen unterirdischen Teil. Mit Badehosen ausgerüstet begaben wir uns in den Kanal und liefen darin zirka 500 Meter. Wir standen teilweise bis zum Bauch im Wasser. Es ist schon erstaunlich was die Römer dazumal schon zustande brachten. Wieder umgezogen betraten wir erneut den Car und fuhren in ein Restaurant um das Abendessen einzunehmen. Dieses war wiederum ausgezeichnet. Geprägt von dem Gesehenen reisten wir danach wieder zurück in den Kibbutz, wo wir zirka um 21:00 eintrafen. Fazit des Tages: Viel gesehen, viel getan, gut gegessen, a perfect day! [Bilder Betriebsausflug]

Freitag, 22. Juni 2007

Geburtstagsfeier

Zu Ehren meines Host-Fathers, welcher letzte Woche Geburtstag hatte, gab es heute eine Geburtstagsfeier. Dazu fuhren wir in die Berge Jerusalems. Dort besichtigten wir alte Landwirtschaftsterassen und die Quellen welche darin entspringen. Nach der Besichtigung genemigten wir uns bei hübschem Ambiente ein ausgiebigen Brunch. [Bilder Geburtstagsfeier]

Donnerstag, 21. Juni 2007

Lake Kineret

Letztes Wochenende bescherte mir mein Job einen Trip an den See Genezaret (Lake Kineret). Einmal im Jahr veranstaltet der Kibbutz einen zweitägigen Ausflug in einen Aquapark, welcher an diesem See liegt. Da der Kibbutz viel Geld hat, machte man keine halben Sachen und mietete gleich den ganzen Aquapark. Mit zwölf anderen „Guy’s“ war ich für die Verpflegung der 400 Mitreisenden verantwortlich. Los ging es am Freitagmorgen. Wir verluden sämtliche Esswaren und Getränke in einen Kleinlastwagen. Nachdem alles sauber verstaut war, ging es mit einem Bus Richtung Norden. Der See liegt zirka 3 Fahrstunden vom Kibbutz entfernt. Die Fahrt war sehr entspannend und bot mir die Möglichkeit, Land und Leute zu sehen. Einen grossen Teil der Reise fuhren wir auf dem Highway Nr.6. Dieser führt vom Norden bis in den Süden und ist erst seit kurzem eröffnet worden. Entlang der grünen Grenze konnte ich die Mauer bestaunen, welche die Israelis zum Schutz vor den Palestinänsern gebaut haben. Kurz vor dem See passierten wird das Jordan-Tal. In diesem Tal ist die Landschaft geprägt von Plantagen (Bananen, Zitrusfrüchten, Datteln, usw.). Im Aquapark angekommen, mussten wir die ganze Ladung wieder ausladen. Nachdem dies erledigt war, hatten wir den ganzen Abend frei und konnten uns im Pool oder auf Wasserrutschen entspannen. Die Köche zauberten währenddem ein wunderbares BBQ auf den Tisch. Die Mägen voll geschlagen, zogen wir uns anschliessend an den Strand zurück um den Abend bei einem Bierchen und einer Nargila (Wasserpfeife) ausklingen zu lassen. Die (kurze) Nacht verbrachten wir unter freiem Himmel. Kaum eingeschlafen, wurden wir von lautem Gebrüll geweckt. Einer der Boys weckte uns mit einem Alarm, wie es in der israelischen Armee üblich ist. Noch mit müden Gesichtern mussten wir wiederum das Morgenessen ausladen und herumschleppen. Zum Glück ging dies relativ flott von statten und wir konnten uns danach wieder hinlegen. Nach einem ausgiebigen Frühstück war danach Action am See angesagt. Es standen Kanus und Pedalos zur Verfügung, um auf dem See herum zu paddeln. Für die etwas wagemutigeren warteten Banana-Boote am Ufer. Alles selbstverständlich vom Kibbutz bezahlt. Zirka eine halbe Stunde lang rasten wir mit einer Banane über den See. Es war ein Riesenspass… Das ganze endete am frühen Nachmittag und wir verluden wieder sämtliche Resten in den Lastwagen. Da nach dem Mittag ziemlich starker Wind aufgekommen war, zog es zahlreiche Kitesurfer an den Strand. Ich stahl mich von den Arbeiten weg um das Treiben am Strand genauer zu beobachten und zu fotografieren. Nach zirka einer halben Stunde waren gut und gerne 50 Kiter unterwegs. Leider rief man mich danach bereits zur Heimfahrt. Auf dieser geschah nichts aussergewöhnliches, ausser das wir ein Autounfall beobachten konnten. Diese gilt in Israel aber nicht als aussergewöhnlich. Fast zu Hause angekommen machten wir noch einen Abstecher in einen anderen Kibbutz, um ein Steak essen zu gehen. Das Steak war so riesig, dass ich meine liebe Mühe damit hatte. Was sehr aussergewöhnlich ist! Satt gegessen fuhren wir den restlichen Weg nach Hause mit nur noch einem Ziel – schlafen schlafen und nochmals schlafen. [Bilder Trip]